Den Grundstein für die heutige Sonnenhalde legte das Ehepaar Erika und Franz Hauser vor mehr als 35 Jahren aus
eigener Betroffenheit mit dem Aufbau des Sonderschulheims für Zwei- bis Zwanzigjährige in ihrem Haus in Sirnach.
1985 forderte der Kanton Thurgau auf Grund der veränderten Situation eine Änderung des Stiftungszwecks und einen
gezielten Ausbau der Institution. Neu sollte ein Wohnheim für Erwachsene mit Mehrfachbehinderung errichtet
werden und das Angebot von bis dahin zehn Plätzen auf 24 Plätze in drei Wohngruppen sowie vier Entlastungsplätze
erweitert werden. Die Sonderschule sollte weiter geführt werden, bis alle damaligen Schülerinnen und Schüler das
Erwachsenenalter erreicht hätten.
Am 27. August 1990 konnte mit dem Umzug in das neu errichtete Gebäude in Münchwilen begonnen werden. Das
Team wuchs mit den neuen Aufgaben von 15 auf 60 Personen (46 Stellen). Der Ausbau erfolgte stetig, Werkstätten
und Therapiestätten wurden sukzessive aufgebaut. Innerhalb von nur drei Jahren konnte der Ausbau bis zur
Vollbelegung abgeschlossen werden.
Zwei Jahre später erfolgte der Spatenstich und nach einjähriger Bauzeit konnte, rechtzeitig zum 25jährigen Bestehen
der Stiftung, im Jahr 2000, der Erweiterungsbau mit dem separaten Arbeits- und Therapietrakt auf einer Fläche von
1'750 qm eingeweiht werden. Zudem konnte in diesem Trakt eine Externatsgruppe (Tagesstrukturgruppe) mit sechs
Plätzen eröffnet werden.
Das Jahr 2010 stand ganz im Zeichen der 2009 begonnenen vielschichtigen Reorganisation. Die Tagesabläufe in der
Sonnenhalde wurden aufgrund neu erarbeiteter Konzepte grundlegend optimiert. Im Dachgeschoss wurde die
dringend benötigte zusätzliche Wohngruppe eingerichtet. Die Entlastungsgruppe konnte ihren Betrieb in den neu und
spezifisch für ihre Bedürfnisse umgebauten Räumen im Untergeschoss aufnehmen.